Digitalisierung im Handwerk: Die Herausforderung

Die Zukunft ist digital, auch im Handwerk! Man muss kein Experte sein, um dies zu erkennen.
Doch wie sollte man als Unternehmer im Handwerk auf diese Veränderungen reagieren?
Was muss man tun, um den Anschluss nicht zu verpassen und sind die mittelständigen Unternehmen finanziell in der Lage das zu stemmen?

Die Welt wird digital, auch in der Baubranche. Die Unternehmen müssen aufholen!

Jeder muss sich die Frage stellen, was bedeutet eigentlich die Digitalisierung im Handwerk für mich und mein Unternehmen? Welche Folgen hat es für meine Geschäftsprozesse und für mein Geschäftsmodell?

Denn es gibt durchaus Bereiche, die sich grundlegend in der digitalen Zukunft verändern werden. Was heute sehr gut funktioniert, wird in fünf bis acht Jahren nicht mehr möglich sein.

Dazu bedarf es neue Strategien und vor allem die Akzeptanz der Veränderung.

Bauunternehmen nutzen diese bereits bei der Ausschreibung zu 90%, zu 86% im Rechnungswesen, 39% im Projektmanagement und 26% für die Lager- und Betriebsmittelverwaltung.

Die neue soziale Marktwirtschaft hat prognostiziert, dass in den nächsten 10 Jahren bis zu 390.000 neue Stellen durch die Digitalisierung entstehen werden. Das bedeutet für uns, dass wir dieses Thema nicht mit Ängsten angehen sollten, sondern mit großem Interesse und Neugier.

Die Herausforderung der Digitalisierung im Handwerk

Die Digitalisierung im Internet ist global, doch die Arbeit des Handwerkers ist jedoch in der Regel lokal.

Deshalb sollten die Veränderungen nur dort angesetzt werden, wo es für den jeweiligen Betrieb von Nutzen ist.

Verbesserung der Prozessoptimierung

Arbeitsabläufe in einem Friseursalon können sich z.B. darauf beschränken, dass diese ein softwarebasiertes Kundenmanagement haben.

Oder der Dachdecker, der für eine Schadensanalyse am Dach eine Drohne einsetzt, um sich schneller einen genauen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Heutzutage hat fast jeder mobile Devices, die uns die Arbeit erleichtern sollen.
Man könnte die Tätigkeiten der Mitarbeiter digital in einem täglichen Report aufnehmen,
z.B. mit einem Smartphone, um somit das lästige Ausfüllen von Stundenzetteln zu umgehen.

Wenn man jetzt in die Produktion geht, dann hat man ganz andere Möglichkeiten.
Viele Produktionsabläufe kann man an Fremdfirmen abgeben. Softwarebasierte Tätigkeiten, die man ortsunabhängig vergeben kann, um somit die eigenen Ressourcen zu sparen.

Es gibt unglaublich viele Themenbereiche, die dieser Wandel mit sich bringen wird.
Prozessoptimierung, Online Marketing, Social Media, Digitale Bildung, Rechtssicherheit, Cloudbasierte Anwendungen etc.

Doch es ist nicht nur die Aufgabe der Unternehmer die digitale Entwicklung voranzutreiben.
Auch die Regierung muss die erforderlichen Rahmenbedingungen für den digitalen Wandel schaffen (Leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur; schnelles und flächendeckendes Internet etc.). Gerade in Gewerbegebieten oder im ländlichen Raum sind diese Grundbedingungen unverzichtbar.

Wir sind Teil einer digital vernetzten Welt

Handwerk ist in seiner Form komplex und besteht aus vielen Gewerken. Dabei ist es ganz stark von den Gewerken abhängig, wie weit diese mit der Digitalisierung vorankommen wollen.

Man hört oft Digitalisierung, Handwerk 4.0, doch viele Unternehmen im Handwerk wissen nicht, wie man diese optimal für ihr Unternehmen einsetzen soll.

Sie bringen mir aber viel, wenn man weiß wie!

Denn es ist eine große Möglichkeit für Handwerksunternehmen ihre Produktivität auf ein neues Level zu bringen. Doch die Frage ist: Wie kann man diese sinnvoll einsetzen?

Nur so hat Handwerk wieder einen goldenen Boden!

Building Information Modeling (BIM) ist der nächste Schritt in die digitale Welt der Baubranche.

Große Bauprojekte verlaufen selten reibungslos. Siehe Berliner Flughafen.
Der Grund: Weil Informationenen fehlen oder nicht richtig aufeinander abgestimmt werden.
Die Folge: Es kommt zur Überschreitung des Zeit- und Kostenrahmens.

Durch BIM wird sich das ändern.

Mit Building Information Modeling (BIM) werden alle Bauprozesse zentral gesammelt.
Es lässt sich der gesamte Lebenszyklus eines Bauprojekts simulieren. Während der Ausführungsphase wird das Datenmodell mit der Baustellendokumentation in Form einer digitalen Bauakte angelegt. Diese dient als Kontrolle über den Standpunkt des Projekts.

Jeder Planer und alle ausführenden Firmen haben somit Zugriff auf die für ihn wichtigen Informationen.

Statt getrennt voneinander zu planen, wird gemeinsam ein virtuelles Modell erstellt. Und alle Beteiligten an dem Projekt sind eng miteinander vernetzt. Somit wird die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gewerken enorm verbessert und lässt wenig Raum für Überraschungen. Alle sind immer auf dem gleichen Informationsstand. Das macht Entscheidungen transparent und fördert eine stabile Projektentwicklung.

Die Vorteile sind in der Einsparung von Zeit und Geld

Schon heute wird BIM bei großen Ausschreibungen vorausgesetzt. Es steht somit außer Frage, dass BIM der nächste Schritt in die digitale Welt der Baubranche ist. BIM wird das Bauen, wie wir es heute kennen, revolutionieren. Und ich denke, dass muss auch passieren.

Mit BIM steht uns ein neues digitalisiertes Werkzeug zur Verfügung, dass uns helfen wird unsere Produktivität zu steigern.

Handwerk 4.0 ist eine Veränderung, die wir gehen sollten und auch müssen. Es ist eine unglaubliche Möglichkeit, die uns zur Verfügung steht, uns neu aufzustellen und weiter zu entwickeln.

Nur eins wird von uns gefordert: Wir müssen unsere Denkweise neu überdenken!

 

„Die Schwierigkeit liegt nicht darin, die neuen Ideen zu finden, sondern darin, die alten loszuwerden.“

-John Maynard Keynes

 

Wie steht ihr zur der Digitalisierung im Handwerk? Ist das eine sinnvolle Entwicklung, die wir gehen müssen oder sollten wir uns da nicht so verrückt machen?

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