Auszubildende finden mithilfe von Social-Media. Das Ausbildungsjahr 2017 hat in manchen Berufsgruppen schon begonnen, in anderen steht es kurz bevor. Für viele kleine Betriebe hat die Suche nach Auszubildende jedoch immer noch keinen Erfolg gebracht. Für sie ist es teilweise schwer gute und wissbegierige Auszubildende zu finden. Ihnen fehlt schlichtweg das Geld für größere Kampagnen, wie etwas bei Großkonzernen.
Ähnlich wie bei der modernen Erfassung der Arbeitszeiten heißt hier das Zauberwort „Digitalisierung“. Die Nutzung von Social-Media anstatt veralteten Zeitungsannoncen oder ähnlichem hat viele Vorteile. Die Jugendlichen sind hier quasi 24 Stunden präsent und man erreicht wesentlich mehr junge Leute im Netz, als in einer Zeitung.
Doch wie genau findet man passende Lehrlinge mithilfe von Social-Media? Wir haben die Antworten für euch.

Eine gut geführte Facebook-Seite ist die halbe Miete

Jugendliche verbringen wie oben schon erwähnt einen Großteil ihrer Freizeit in sozialen Netzwerken. Durch die Firmeneigene Facebook-Seite
kann sich auf diese Weise der potentielle Azubi bereits eine Übersicht verschaffen und genau sehen, was das Unternehmen zu bieten hat. Unternehmen sollten also ihre Chance nutzen und gut vermittelbaren Content haben. Gleichzeitig muss eine gewisse Lockerheit rüberkommen. Durch diese Maßnahmen traut sich der interessierte Azubi vielleicht sogar schon einen ersten Kommunikationsversuch zu starten, woraus eine rege Konversation entstehen kann.
Dadurch wächst selbstverständlich der persönliche Bezug zwischen Lehrling und Ansprechpartner aber auch zwischen Lehrling und Unternehmen. Eine erste Brücke ist hiermit schon geschlagen.
Auf der anderen Seite wird dadurch natürlich auch vermieden, dass sich das Unternehmen für einen nicht geeigneten Azubi, bzw. sich der Azubi für einen aus seiner Sicht uninteressanten Beruf entscheidet.
Wenn man noch händeringend nach einem Lehrling sucht, kann es zudem nicht schaden einen gut formulierten Post auf der Facebook-Seite zu veröffentlichen. So kommen evtl. doch noch ein paar Bewerbungen ins Haus geflattert.

Azubister – die bequeme Variante

Azubister ist ein Ausbildungsportal, welches für eine schnellere Lehrlingsakquise entwickelt wurde. Es will dabei helfen Arbeitgeber und Auszubildende zusammenzuführen und diesen Prozess dabei digitalisieren.
Der Anreiz für die werdenden Lehrlinge: Das Einloggen und die Benutzung ist für sie kostenlos.
Der Anreiz für die Unternehmen: man kann sein Unternehmen optimal promoten. Nämlich genau da, wo die jugendlichen sind. Im Web.
Obendrein gibt es eine App mit dem gleichen Funktionsumfang. Speziell bei Jugendlichen ist dies praktisch, da sie ein Großteil ihrer Zeit im Netz mit dem Handy verbringen und nicht mit dem Computer. Dies hat sich in den letzten Jahren enorm verändert und spielt bei der Azubiakquise ebenfalls eine besondere Rolle.
Im Gegensatz zu Jugendlichen zahlen die Unternehmen Geld für die Platzierung ihres Firmenprofils, dass sie selbst erstellen dürfen. Dies beginnt bei 79€ für eine Annonce. Es gibt jedoch noch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten.
Alles in allem bietet Azubista für beide Seiten eine gute Basis für eine zukünftige Kooperation und die Erleichterung der Lehrlingssuche.

Yousty – die Erweiterte Variante

Ähnlich wie bei Azubister handelt es sich bei Yousty um ein Portal für Unternehmen, die Auszubildende Suchen und für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen. Die Idee und die Umsetzung ist ebenfalls relativ ähnlich mit einem größeren Unterschied: Es gibt keine mobile Applikation, was als klarer Nachteil zu sehen ist. Auf der anderen Seite gibt es jedoch einen großen Vorteil, dass das Schweizer Unternehmen Yousty gegenüber azubister innehat. Bei Yousty ist es möglich, als aktueller Auszubildender den Ausbildungsbetrieb zu bewerten. Dies hilft anderen potentiellen Bewerbern bei der Auswahl des Unternehmens immens, genauso wie dem Unternehmen selbst. Je besser das Unternehmen im Umgang mit dem Azubi interagiert, desto besser wird dessen Bewertung ausfallen. So werden mehr Bewerbungen eintreffen und die Entscheider stehen vor der Qual der Wahl.
Preislich sieht sich yousty etwas differenzierter. Der Preis wird immer abhängig vom Umfang und Art des Unternehmens bemessen. Hierfür schafft ein zuvor vereinbartes Beratungsgespräch Klarheit.

Fazit

Mit Social-Media lässt sich mittlerweile eine Vielzahl von hebeln in Bewegung setzen die dabei helfen, Azubis über das Internet zu finden. Trotzdem sollte man dabei jedoch nicht vergessen, dass ein authentisches Auftreten und eine direkte und freundliche Kommunikation mit den potentiellen Lehrlingen das A und O ist. Beide Ausbildungsportale haben ihre Vor- und Nachteile, im Endeffekt kommt es jedoch mehr auf die Ausgestaltung des Firmenprofils in der Seite an als auf den Anbieter. Je überzeugender dieses gestaltet ist desto besser.