Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles:

Unsere Fachkräftebasis schmilzt. In den kommenden Jahren wird sich der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs weiter verstärken: im akademischen Bereich, aber mehr noch bei den Ausbildungsberufen. Trotz dieser Entwicklung haben insbesondere Frauen, junge Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss und Ältere jenseits der 60 noch zu wenig Chancen, eine Stelle zu finden. Alle Bemühungen zur Fachkräftesicherung haben nur Aussicht auf Erfolg, wenn auch diese Menschen Chancen bekommen. Ich rufe alle Unternehmen dazu auf, dieses gewaltige Potenzial zu nutzen. Jeder Betrieb, der bereit ist, mehr aus- und weiterzubilden, Beruf und Familie besser vereinbar zu machen und mehr Ältere zu beschäftigen, verbessert damit langfristig auch seine eigenen Möglichkeiten.

 

Die Gefahr steigt, Fachkräftemangel für die Unternehmen in Deutschland wächst. Wir haben aber in Deutschland noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel wie es in den Medien hervorgehoben wird. Doch die Statistik der Bundesagentur für Arbeit vom Dezember 2013 zeigt jedoch 20 Berufsgruppen mit Fachkräftemangel, zum Vergleich im Jahr 2012 waren es noch 15 Berufsgruppen zum Beispiel im Bereich der Elektrotechnik, Ingenieure, Informatiker, Klimatechnik und in der Energietechnik sowie viele in den Altenpflege berufe.

„Wer Fachkräfte gewinnen und halten möchte, der muss ihnen auch etwas bieten„

Trotz der wirtschaftlichen Krise in Europa ist die Erwerbstätigenzahl seit 2012 gestiegen. Die nötigen Vorkehrungen der Fachkraftsicherung zahlen sich aus. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im November 2013 42,3 Mio. erwerbstätig, das ist ein Plus von 1.02%.

Hierdurch wurden Frauen und Ältere noch weiter ins Berufsleben eingebunden.

Auch ist die Zahl der jungen Menschen, die keinen Ausbildungsplatz haben und ohne einen beruflichen Abschluss leben, hat sich verringert.
Die Statistiken zeigen, dass die Jugendarbeitslosigkeit von 2008 bis 2012 von 17,2 Prozent auf 14,9 Prozent gesunken ist. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote seit 2006 deutlich und bewegt sich auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung.

Die Sicherung von Fachkräften ist in erster Linie eine Aufgabe der
Unternehmen, unterstützt durch die Politik, Sozialpartner und
Wirtschaftsverbände

Fortschrittsbericht 2013 gibt es hier für dich zum runterladen.